Wie war … „Fortbildung: Stimmarbeit mit Trans*“

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„Am Ende dieser Fortbildung habt ihr Trans-Competency und Stimm-Know-How entwickelt.“ war die Ansage von Thomas Lascheit am ersten von vier Tagen Fortbildung in Berlin. 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am Donnerstagnachmittag in der Praxis für Logopädie Thomas Lascheit eingefunden und waren gespannt was sie erwarten würde. Die Dozenten Stephanie A. Kruse und Thomas Lascheit hatten ein spannendes und umfangreiches Programm vorbereitet.

„Ich habe am Montag meine erste Klientin und bin unfassbar nervös. Ich habe keine Ahnung, wie ich das hinkriegen soll.“ berichtete eine Logopädin in der Kennenlern-Runde. „Keine Angst, am Sonntag wirst Du Dich auf die Therapie freuen und Dich gut vorbereitet fühlen.“ ermutigte Stephanie.

Zur Einführung in die Thematik lernten die Logopäden aus Deutschland, der Schweiz und Österreich bereits eine Stunde nach Fortbildungsstart die erste Trans*Frau kennen. Diese berichtete im Gespräch mit Thomas über ihren Werdegang und stand für Fragen offen. Diese perfekte Einleitung in alle Transitions-Themen griff Thomas auf und besprach anhand derer alle wichtigen Hintergrundinformationen.

Am Freitag startete Stephanie mit einer Runde LAX VOX ins Thema Stimme. Anatomie und Physiologie der männlichen und weiblichen Stimme führten direkt zu den Zielen des Stimmtrainings bei Trans*. Die Theorie wurde gleich mit der Praxis verbunden, so dass die Teilnehmer sofort spüren und hören konnten, welche Technik zu einer weibliche Stimme führen kann. Besonders der männliche Kollege konnte an seiner eigenen Stimme die Hürden und Effekte des Trainings entdecken und seine Stimme auf eine neue Weise spüren und hören lernen.

Der Nachmittag stand im Sinne der Anamnese und Stimmuntersuchung. Obwohl dies natürlich alle Kollegen bereits beherrschten, gab es doch noch wichtige Tipps und Tricks im Bezug auf die Arbeit mit Trans*.

Der Samstagvormittag galt als Wiederholung und Vorbereitung auf den spannenden Nachmittag:
4 Trans*Frauen waren gekommen und freuten sich darauf mit den Kollegen zu arbeiten. Alle erarbeiteten Inhalte und Übungen wurden sofort umgesetzt und trainiert. Diese einzigartige Gelegenheit gibt es nur bei Thomas Lascheit, der mit bis zu 20-25 Trans*Klientinnen in der Woche arbeitet.

Am Sonntag folgte das große Finale mit der „Hügel-Übung“, welche die Teilnehmer mit weiteren zwei Trans*Frauen trainieren konnten. Unser männlicher Teilnehmer durfte in diesem Rahmen seine weibliche Stimme entdecken – die uns allen wirklich gut gefiel.

Das Feedback in der Abschlussrunde zeigte rundum zufriedene, wenn auch sehr müde Teilnehmer, die sich voller Tatendrang auf ihre nächste Therapie mit ihren Klientinnen freuten.
„Stephanie, Du hattest Recht. Ich habe wirklich keine Angst mehr sondern freue mich auf meine Klientin morgen.“

Auch die Dozenten schlossen diese Fortbildung zufrieden und müde ab und freuen sich bereits auf das nächste Mal in 2015.

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sebastian Wagner sagt:

    Vielen Dank für die spannenden Tage! Ich habe viel gelernt, über die Stimmarbeit mit Trans*, aber auch für mein Stimmverständnis allgemein habe ich Einiges mitgenommen. Ich kann den Kurs wärmstens empfehlen.
    Liebe Grüße aus Kiel!

    1. fraukruse sagt:

      Lieber Sebastian (liebe Johanna), das hat man auch gehört. Deine weibliche Stimme hat uns sehr überzeugt. Viel Spaß beim weiteren Ausprobieren und damit Arbeiten.

  2. Nadja Ruppel sagt:

    Liebe Stephanie, lieber Thomas!
    Ihr seid ein tolles Dozententeam und habt uns eine fantastische Fortbildung serviert.
    Obwohl ich seit 20 Jahren als Logopädin arbeite, habe ich selten eine solch strukturierte, in sich schlüssige und vor allem extrem alltagstaugliche Methode kennen gelernt.
    Hut ab und viele Grüße aus Lörrach!

    1. fraukruse sagt:

      Liebe Nadja, vielen Dank. Das freut uns sehr. Viel Spaß beim Anwenden.

  3. Sorry, so late aber auch wenn es schon länger her ist, möchte ich es nicht verpassen, mich auch noch mal auf diesem Weg für die gelungene Fortbildung im März bei Euch beiden zu bedanken ! Habe viel gelernt und viel in der eigenen Arbeit bestätigt gefunden.Neben bewundernswertem Timemanagement fand ich es besonders klasse, dass so viel Praxis- für jeden Einzelnen- stattgefunden hat. Was nützt die Theorie einer Methode, die man dann zu Hause im stillen Kämmerlein für sich rumprobiert. Und daß diese Methode funktionieren kann, haben wir ja nach nur veir Tagen sehr eindrücklich an Sebastian hören können!!! Wann gibt´s den Fortsetzungskurs zur Vertiefung der Praxis 😉 !!!!
    Vielen lieben Dank nochmal und herzliche Grüße aus Wiesbaden,
    Katja

    1. fraukruse sagt:

      Liebe Katja, danke für Dein Feedback, welches uns sehr freut. Der “Fortstetzungkurs” wird Ende 2015 im Rahmen der Weiterbildung erneut starten – in der Hoffnung, dass diese dann stattfinden kann. Liebe GrüßeDir viel Erfolg weiterhin bei Deiner Arbeit.

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