Judith Holofernes Lieblingsübung ist … LAX VOX®

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Ach, ich bin ganz verliebt.

Judith Holofernes, Mutter zweier Kinder, Sängerin, Texterin, Liedermacherin, Autorin. Ein intelligenter, sozialkritischer, buddhistischer Freigeist, der hinterfragt und erstaunt. Ihre Gedanken überraschen und erfrischen, wecken auf und setzen das Wichtige in den Mittelpunkt.
In all ihren Texten – ob Blogbeitrag, Buch oder Song – sitzen die buntesten Worte, ganz bewusst auserwählt, aufgereiht wie die unterschiedlichsten Perlen auf einer Kette.
Und wunderschön ist sie auch.

Ja, ich bin verliebt.
Darum hier mein Liebesbrief an Judith Holofernes.


Liebe Judith,

ich habe Dich zum ersten Mal in gefühlt einem anderen Leben (so lange ist es her) bei einem Soundcheck in Köln gesehen. Du trugst damals Deinen Pferdeschwanz als Pony nach vorne gesteckt und „Wir sind Helden“ starten gerade durch. Tolle deutsche Musik mit Texten, über die man erstmal nachdenken musste, die meine Jugend und das junge Erwachsenenleben prägten.

Erneut erobertest Du mein Herz, als ich einen Artikel von Dir las, in dem Du über das Leben als Mama und Künsterlin sprachst. Darüber, warum Du eine Auszeit brauchtest. Du empfahlst in diesem Artikel das Buch „Leitfaden für faule Eltern“  von Tom Hodgkinson, welches ich sofort kaufte und es liebe.
Du imponierst mir. Eine Mutter mit zwei Kindern. Touren, Songs schreiben, sich verlieren und wiederfinden. Deine Texte sind kritisch und spannend und rütteln wach. Worte bekommen durch Deine Auswahl einen besonderen, wertvollen Charakter. Sätze klingen bunt. Du bist eine Poetin, eine Philosophin. Eine Wortmalerin. Eine Gedankendreherin.
Deine Stimme ist das pure, unverfälschte, besondere Medium, dass Deine Gedanken hörbar macht. Sie klingt wie eine Mischung aus Stärke, Schwäche, Mädchen, Frau, undbedarft und tiefgründig.

Als ich vor ein paar Tagen den Artikel über Dich in der PETRA sah, sprang mein Herz in die Luft. In diesem Artikel bezeichnest  Du LAX VOX® als Deine Lieblingsstimmübung. Wahnsinn. Und das steht auch noch mitten auf Deine Brust gedruckt. Meine Tochter und ich saßen auf dem Balkon und machten Picknick. „Mama, was ist los?“ fragte mich meine Kleine, als ich sie nahm und mit ihr über den Balkon tanzte. „Ich freu mich, Schatz, ich freu mich so sehr. Da ist gerade was ganz Tolles passiert und Mama ist sehr glücklich.“

Ich freue mich, dass Du das Laxvoxen für Dich entdeckt hast. Zu gerne wüßte ich, wie Du darauf gestoßen bist. Natürlich stehe ich Dir jederzeit diesbezüglich mit Rat und Tat zur Seite, falls Du Fragen hast.

Aber noch viel mehr freue ich mich darüber, dass ENDLICH ein Künstler ehrlich und offen in den Medien darüber spricht, dass er ÜBERHAUPT eine Stimmübung macht. Schon lange stört mich die utopische Vorstellung des unter allen Umständen funktionierenden Sängers, der morgens aufsteht und losschmettert. Ich hoffe, dass noch mehr Künstler über ihre „Daily Routine“ sprechen und damit das Bild der „immer perfekten Stimme, die keinerlei Zuwendung benötigt“ aufbrechen. Das würde so vielen den Druck nehmen, das „Perfekt-sein“ zu erreichen. Es könnte dazu beitragen, dass wir die Zeit, die wir mit uns in einer Übung verbringen, genießen können. Es könnte dazu führen, dass wir uns nicht fehlerhaft fühlen, weil wir „Stimmtraining ’nötig‘ haben“ – die Stars aber „einfach so“ toll singen.

Im besten Falle könnte es dazu beitragen, dass das „Um sich kümmern und für sich und seine Stimme sorgen“ das Bild des Makels und der Schwäche verliert und als das wahrgenomen wird, was es ist: Eine lebensnotwendige, wertvolle und professionelle Fähigkeit der Selbstfürsorge, durch die erst alle Möglichkeiten der Stimme hörbar und spürbar werden.
Oder einfacher: Gut auf sich zu achten heißt nicht, dass man es nötig hat. Sondern dass man es sich wert ist.

Vielleicht finden auch andere Deiner Künstler-Kollegen so den Weg zu LAX VOX® oder einem anderen Stimmtraining, welches ihnen den stimmlichen Alltag erleichtert und sie unterstützt, dass zu tun, was sie am meisten lieben. UND sprechen öffentlich darüber. Das wäre fantastisch.

Ich danke Dir, Judith Holofernes,  für Deine Offenheit und Dein Zitat in der PETRA – aus so vielen unterschiedlichen Gründen.

Viel Erfolg mit Deiner aktuellen Tour und dem Album „Ich bin das Chaos“.

Deine Zuhörerin
Stephanie


Album, Buch und tolle Beiträge findet ihr auf http://www.judith-holofernes.de/

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