Stefanie Heinzmann & The Fonky Fonks in Freiburg

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(C) Sebastian Magnani / Universal Music

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Die großartige schweizer Soulsängerin Stefanie Heinzmann ist bekennende LAX VOX®erin. Das hat zu meinem großen Glück dazu geführt, dass wir uns vor einem Jahr in München kennenlernten. Ein Tag, Abend und eine Nacht, deren Eindrücke mir aus verschiedenen Gründen wie ein Tattoo unter der Haut bleiben.
Letzten Samstag durfte ich Stefanie, ihre Band The Fonky Fonks und die Heinzmann-Crew dann in Freiburg wiedersehen, was mich unglaublich gefreut und mir wieder eine neue unvergessliche Erinnerung geschenkt hat. Danke dafür ans ganze Team.

Stefanie, diesmal mit platinblonder Mähne, wirkt sehr gelassen dafür, dass sie am Abend ihren ersten Gig nach vier Monaten Pause spielen wird. Herzlichst werde ich in die Heinzmann-Fonk-Familie aufgenommen. Die Musiker sind alle äußerst sympathisch und vor allem Meister an ihren Instrumenten. Unter der musikalischen Leitung von Drummer Pat Fa machen The Fonky Fonks ihrem Namen alle Ehre. Die Crew macht das unmöglich möglich und zaubert in eine kühle unschöne Brauerei-Lagerhalle eine Bühne, Licht und Sound, die es echt gemütlich wirken lassen.

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(C) Stephanie Kruse privat

Stefanie Heinzmann betritt die Bühne und holt ihr Publikum mit dem ersten Ton ab. Und sie gibt zu: „Ein bisschen nervös bin ich doch.“ Charmant und humorvoll führt sie das Publikum durch eine musikalische Zeitreise ihrer Alben Masterplan (2008), Roots to grow (2009), Stefanie Heinzmann (2012) und Chance of Rain (2015). My Man is a mean Man, ihre erste Single, die 2008 veröffentlicht wurde, begeistert auch 2017 noch. Stefanie klingt 9 Jahre später natürlich reifer und noch souliger. Die Songs ihres aktuellen Albums Chance of Rain klingen persönlich, ehrlich, bunt, gehen unter die Haut und sofort in die Hüften. Ihre facettenreiche Stimme hat sie unter Kontrolle und wirkt dabei so aufregend unangestrengt. Talent ist einfach Talent. Diese Stimme ist einzigartig intuitiv und wird meiner Meinung nach vollkommen unterschätzt. Zwei Stunden Show versprüht sie Energie bis zum letzten Ton und verabschiedet sich bei ihren Gästen nach mehreren Zugaben (charmanterweise mit Handtuch-Turban auf dem Kopf).

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(C) Sebastian Magnani / Universal Music

Stefanie ist nahbar. Authentisch. Steht mit beiden Füßen fest verwurzelt im Leben. Verletzlich und stark zu gleich. Sie strahlt Ruhe aus und geht dabei so dermaßen ab. Das Publikum singt und tanzt mit Frau Heinzmann, als stünde sie mitten unter ihnen im Zuschauerraum. Die Band, die im Halbkreis um die Sängerin aufgebaut ist, kreiert einen super tighten Sound. Jeder einzelne ist ein unfassbar guter Musiker.

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(C) Stephanie Kruse privat

An der Gitarre: Simon Fürst. „Der Fürst“ (wie er von Stefanie vorgestellt wird) überzeugt mit seiner Bühnenpräsenz und seinem Spiel.
Der Bassist Martin Ziaja (entschuldigt mir diesen Ausdruck) ballert mit seinem Slap-Bass-Solo alle aus dem Saal. Wahnsinn.
Die Backing-Chicks Cheri Houtmann und Julie Tomekpe passen nicht nur namentlich gut zusammen, sondern ergänzen sich klanglich fantastisch. Der soulige Sound der beiden supportet Stefanies Stimme perfekt. Ihre Platzierung auf der Bühne – mittig, gleich hinter Stefanie – gefällt mir äußerst gut. (… werden die Backing-Sängerinnen doch nur all zu gern außen rechts in den Schatten gestellt.) Auch der Sound der beiden macht sie gut hörbar, dank des guten Soundmannes.
An den Drumms sitzt der großartige Pat Fa. Er ist, wie bereits erwähnt, der „Dirigent“ der Fonks und hat zu jedem Zeitpunkt alles im Blick, Ohr und Gefühl.
An den Keys Sevan Gökoglu, dessen warme und groovige Sounds den Heinzmann-Songs eine neue Farbe hinzufügen.

Wer das neue Album Chance of Rain noch nicht kennt, möge bitte schnellst möglich in den nächsten Plattenladen an der Ecke laufen und es sich kaufen. I LOVE IT.  Und die Tickets für’s Konzert in Eurer Nähe gleich mit.
Glaubt mir – es lohnt sich.

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Video: Stefanie Heinzmann & Stephanie Kruse & Damien Lynn laxovxen „On Fire“ (2016)

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