Die Gewohnheit

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Ein kleiner Gedanke zum Thema Gewohnheit fand mich heut‘ im Radio.
Er brachte mich zum Schmunzeln —- und zum Denken ebenso.
Ist doch die Comfort Zone dass, was ich am liebsten mag
und was mich hindert was zu ändern – Tag für Tag für Tag.

Die Gewohnheit
1968, Text/Musik: Georg Kreisler

Man hat sich soviel angewöhnt,
das man sich leider nicht mehr abgewöhnen kann.
Man hat sich an den Mann gewöhnt,
den man im Spiegel sieht, und lacht ihn täglich an.

Man hat sich an sein Hirn gewöhnt,
an seine Stirn gewöhnt, an sein Talent,
und fragt sich kaum noch, wie mans früher tat,
ob man sich selber sich je abgewöhnen könnt.

Man hat sich an die Frau gewöhnt,
die sich an sich gewöhnt hat, leider nicht an mich.
Man hat sich an den Bau gewöhnt,
der seine Welt ausmacht, und läßt ihn nie im Stich.

Man hat sich an die Zeit gewöhnt,
an seinen Neid gewöhnt als stilln Begleiter,
und fragt sich kaum noch, wie man’s früher tat,
wie wird es weitergehn? Denn es geht weiter.

Und wenn es nicht mehr weitergeht,
wenn nur der Tod noch kommt, was macht man dann?
Dann stellt sich raus: Das Leben ist so herrlich eingerichtet,
daß sich der Mensch leicht an den Tod gewöhnen kann.

Und täglich hört man immer wieder Leute stöhnen,
wie hört man auf zu rauchen, wenn man raucht!
Man müßte sich das Nichtgewöhntsein angewöhnen,
dann hätt man endlich die Gewohnheit, die man braucht.

 

 

Dazu noch dieses Feature des Bayern 2, dass man mal hören könnte, wenn man nicht jeden Abend das täte, was man gewohnt ist zu tun. 😀

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